kommende veranstaltungen

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Gesamtschweizerische WeiterBildungsTage 2017
Auch dieses Jahr gibt es eine Arbeitsgruppe, in der über das Thema Flüchtlingspädagogik gesprochen wird; die AG 15 mit dem Titel "Integration", gestaltet von Verena Gantner und Arno Reichert.
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ziel des netzwerks

Wir wollen Flüchtlingskindern und unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden durch Bildungsangebote Chancen bieten.

 

Kinder und Jugendliche kommen als Flüchtlinge zu uns in die Schweiz, meist durchlebten sie vorher eine sehr belastende Vergangenheit. 

Bildungsimpulse, in denen der Mensch und die Menschlichkeit im Zentrum stehen, können ihnen zu einer positiven Entwicklung verhelfen. Es hat sich gezeigt, dass eine Pädagogik vom Kinde aus, wie es die Waldorfpädagogik ist, sich heilend auf traumatisierende Erfahrungen auswirken kann. Neue Bildungsangebote sollen Jugendlichen eine Perspektive auf ein erfülltes Leben aufzeigen und auch berufliche Wege aufzeigen. 

 

Es wird sukzessive ein Netzwerk aufgebaut werden, das engagierte Pädagogen, Flüchtlingsexperten, Schweizer Jugendliche und vor allem UMAs, Flüchtlingskinder und jugendliche Asylbewerber und deren Erfahrungen umfasst. Ebenso werden neue pädagogische Forschungsarbeiten in Kooperation mit dem Institut für Praxisforschung erarbeitet oder bestehende von anderen Autoren einbezogen. Bitte mailen Sie uns, wenn Sie interessiert sind oder etwas beitragen können.

 

 

Hier finden sie aktuelle Berichte und Angebote

ein kurzer bericht der tagung am 5.12.2015

Über 100 interessierte Pädagogen und Sozialarbeiter aus Steinerschulen der Schweiz und Deutschland, öffentlichen Schulen und Asyleinrichtungen der Umgebung trafen sich an der Rudolf Steiner Schule Berner Oberland, um die speziellen Möglichkeiten der Waldorfpädagogik für den Umgang mit traumatisierten Flüchtlingskindern kennen zu lernen. Der aus Bremen stammende Arzt Martin Straube führte in die neuesten Erkenntnisse der Traumaforschung ein und berichtete von seinen Erfahrungen als Notfallpädagoge. Sein Team versucht in verschiedenen Krisenregionen der Welt traumatisierten Kindern und Jugendlichen mit einfachsten Mitteln zu helfen. Dies kann nur gelingen, wenn die sie begleitenden Menschen ihnen immer wieder spiegeln: «Nicht du bist verkehrt, sondern das, was Du erlebt hast, ist verkehrt.» Es geht um das «Empowerment» der Kinder und Jugendlichen, um die Stärkung ihres Selbstbewusstseins. Nicht in dem Sinne, dass das traumatische Erlebnis «vergessen» werden kann, sondern dass sie die Kraft in sich finden, die immer wieder aufsteigenden Bilder und Erinnerungen der Traumasituation als einen Bestandteil ihres Selbstes anzunehmen und möglichst frei von der schockartigen Lähmung und den «Schattenbildern» zu werden. In den anschliessenden Workshops konnten die Teilnehmer selbst entdecken, welche heilsamen Kräfte im gemeinsamen Spielen, Singen, Tanzen, Malen und Lachen liegen und wie sie pädagogisch, nicht therapeutisch, eingesetzt werden können. Das Netzwerk für Flüchtlingspädagogik berichtete von ersten Initiativen und Erfahrungen in den Rudolf Steiner Schulen der Schweiz. Inzwischen sind erste UMA in den Klassen aufgenommen, u.a. auch ein afghanischer Flüchtling in der Schule in Steffisburg.

Zu den Fotos: eigene Bilder, anlässlich von Besuchen in UMA-Klassen oder Zentren